Literatur von von Michael Bau

 
 

„KING OLLI“ – ein sprechender Urang Utan sucht sein Glück

Michael Bau präsentiert sein erstes Buch – Er ist der Pendler zwischen Estebrügge, Buxtehude und Australien.

 

 

 

MB autorsSeine Arbeit im Regieteam des Kinofilms "Ein Schweinchen namens Babe" brachte die ersten Erfolge. Nun liegt das erste Buch von Michael Bau vor, liebevoll il­lustriert von der Jorker Künstlerin Elena Florentine Kühn. Seit seinem 26. lebens­jahr lebt der Buxtehuder in Australien. Doch immer wie­der führt es den 51-Jährigen in die Estestadt zurück, wo er jetzt seinen ersten Roman präsentierte.

"King Olli" heißt die Ge­schichte, die auf 171 Seiten die Erlebnisse eines Orang Utans erzählt, der in Gefan­genschaft geboren wurde und nur mit Menschen aufwuchs. "Zuerst war es nur eine Idee, angeregt von einem Dokumentarfilm über die Orang Utans, die in Taiwan wie Haustiere gehalten werden, und wenn kein Bedarf mehr für sie da ist, werden sie ein ein­fach ausgesetzt", erzählt Michael Bau.

Dieser Missstand, insbeson­dere dass die Tiere plötzlich ­sich selbst überlassen sind und sich in ihrer. Not in Banden  zusammentun, bewegte den Buxtehuder so sehr, dass er seine Gefühle zu .einem Buch verarbeitete. Es entstand aber keine traurige Dokumentation über das über das Schicksal der Affen sondern eine unterhaltsame Geschichte für Kinder und Er­wachsene, die hier und da zum Nachdenken anregt. Denn der Affe Olli kann spre­chen, trägt zeitweise sogar An­zug und Baseball-Kappe - und wächst dem Leser durch sein menschliches Verhalten schnell ans Herz. Vor allem, als er versucht, nachdem er in Asien von seiner Menschen­Familie ausgesetzt wird, das Beste aus seiner Misere zu ma chen. In Amerika, dem Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten, hofft Olli auf den großen Erfolg, der sich durch seine Fähigkeit, beson­ders leckeren Saft mit seinem Saftmixer herzustellen, auch anfangs tatsächlich einstellt.

Ein Affe, der einen Saftla­den eröffnet und ebenso wie die anderen Tiere, die in der Geschichte vorkommen, spre­chen kann? "Für eine Fabel ist das völlig normal", erklärt Michael Bau. "Man erinnere sich nur an George Orwell's Fann der Tiere, Dr. Dolittle oder eben ,Ein Schweinchen na­mens Babe"', ergänzt der Au­tor. Letzterer Vergleich kommt nicht von ungefähr. Denn an dem weltweit erfolgreichen Ki­nofilm, der in Australien pro­duziert wurde, hat Michael Bau 1994 als Regieassistent mitgewirkt.

Zehn Jahre zuvor war der gebürtige Buxtehuder während der Semesterferien zum ersten Mal nach Australien ge­kommen, nur um Urlaub zu machen, - und blieb letztend­lich dort hängen. Ebenso wie sein Protagonist, fing auch Mi­chael Bau auf einem anderen Kontinent' ganz unten an. Er jobbtMB Orang1se bei Filmproduktionen, machte alles, was anfiel. Olli hat Erfolg in der Saftindustrie, Michael in der Filmbranche.

"Jegliche Ähnlichkeit ist na­türlich rein zufällig", sagt der Autor und lacht. Nach einem Studium an der Film-Hoch­schule in Sydney, avon derrbeitete er bei einem Australischen Sen­der als Redakteur für Fernseh­serien, in der Filmförderung sowie an etlichen Drehbü­chern und wirkt bei Regie und Aufnahmeleitung von Filmenund Fernsehserien mit.

Momentan schreibt er das Drehbuch zu seiner "King Olli" -Geschichte - und feilt da­mit an seiner ganz großen Kar­riere, genau wie sein Protago­nist. Dabei bleibt der Autor ebenso bescheiden wie sein Held, er mag keinen großen Rummel um seine Person und ist auch gleich nach dem In­terview schon wieder nach Australien entschwunden.

Wie sich Olli durch den Großstadt-Dschungel schlägt, oder ob auch er irgendwann wieder entschwindet, erfährt man in dem Buch "King Olli", Edition Octopus, ISBN 978-86582-606-0, das im Buchhandel erhältlich ist.

 

Quelle: MITTWOCHSJOURNAL v. 09.12.2009

Anmerkung des Webmasters:
Michael Bau schreibt nicht nur Bücher, sondern hat in den letzten Jahren den HEIMATVEREIN von der EST bei den Vorbereitungen und der Durchführung des ESTEBRÜGGER MARKTES unterstützt!